
Das kollaborative Projekt „Der Erinnerungsmensch“ entstand 2022 im Rahmen einer Ausschreibung für Kunst im öffentlichen Raum. Gesucht wurde ein Kunstwerk, das an lokale Kulturschaffende erinnert, die während des NS-Regimes ins Exil getrieben wurden – eine Geschichte, die traditionelle Denkmäler wenn überhaupt, dann nur selten vielstimmig erzählen.
Der Erinnerungsmensch“ versteht sich in diesem Sinne als Gegendenkmal. Das Besondere ist seine performative Präsenz im öffentlichen Raum, die zum Mitmachen, gemeinsamen Gedenken und Schaffen von Bezügen zur Gegenwart einlädt: Als lebendige Figur, verkörpert von verschiedenen Projektbeteiligten, tritt „Der Erinnerungsmensch“ in spontane Interaktionen mit Passant:innen und Anwohner:innen und ermöglicht so unvorhergesehene Begegnungen. Auf diese Weise sammelt das Projekt Geschichten von Menschen, deren Lebensrealitäten so divers sind wie die Stadtgesellschaft selbst. Im Mittelpunkt stehen dabei persönliche Erfahrungen von Exil und Migration.
Die gesammelten Geschichten und Erinnerungen werden nicht nur erzählt, sondern in künstlerische Beiträge übersetzt. Diese entstehen sowohl spontan aus den erstmaligen oder erneuten Begegnungen heraus als auch in Workshops, zu denen über Open Calls eingeladen wird. Dabei geht es um die Fragen, wie sich persönliche Erinnerungen im Kontext des Projekts in Form bringen lassen, wie sie in ein künstlerisches Material übersetzt werden können und was es bedeutet, wenn sie Teil der Öffentlichkeit werden.
Präsentiert werden die Erinnerungsbeiträge online im „Offenen Archiv“, in einem erweiterbaren Katalog sowie bei kuratierten Memory Walks. Während dieser Touren führt „Der Erinnerungsmensch“ an Orte, deren Migrations- und Exilgeschichten im heutigen Stadtbild unsichtbar sind – etwa ehemalige Zwangsarbeiter:innenlager oder Stationen der Gastarbeiter:innengeschichte. So treten vergangene und heutige Erfahrungen von Exil und Migration in einen direkten Dialog.
Das kollaborative Projekt „Der Erinnerungsmensch“ entstand 2022 im Rahmen einer Ausschreibung für Kunst im öffentlichen Raum. Gesucht wurde ein Kunstwerk, das an lokale Kulturschaffende erinnert, die während des NS-Regimes ins Exil getrieben wurden – eine Geschichte, die traditionelle Denkmäler wenn überhaupt, dann nur selten vielstimmig erzählen.
Der Erinnerungsmensch“ versteht sich in diesem Sinne als Gegendenkmal. Das Besondere ist seine performative Präsenz im öffentlichen Raum, die zum Mitmachen, gemeinsamen Gedenken und Schaffen von Bezügen zur Gegenwart einlädt: Als lebendige Figur, verkörpert von verschiedenen Projektbeteiligten, tritt „Der Erinnerungsmensch“ in spontane Interaktionen mit Passant:innen und Anwohner:innen und ermöglicht so unvorhergesehene Begegnungen. Auf diese Weise sammelt das Projekt Geschichten von Menschen, deren Lebensrealitäten so divers sind wie die Stadtgesellschaft selbst. Im Mittelpunkt stehen dabei persönliche Erfahrungen von Exil und Migration.
Die gesammelten Geschichten und Erinnerungen werden nicht nur erzählt, sondern in künstlerische Beiträge übersetzt. Diese entstehen sowohl spontan aus den erstmaligen oder erneuten Begegnungen heraus als auch in Workshops, zu denen über Open Calls eingeladen wird. Dabei geht es um die Fragen, wie sich persönliche Erinnerungen im Kontext des Projekts in Form bringen lassen, wie sie in ein künstlerisches Material übersetzt werden können und was es bedeutet, wenn sie Teil der Öffentlichkeit werden.
Präsentiert werden die Erinnerungsbeiträge online im „Offenen Archiv“, in einem erweiterbaren Katalog sowie bei kuratierten Memory Walks. Während dieser Touren führt „Der Erinnerungsmensch“ an Orte, deren Migrations- und Exilgeschichten im heutigen Stadtbild unsichtbar sind – etwa ehemalige Zwangsarbeiter:innenlager oder Stationen der Gastarbeiter:innengeschichte. So treten vergangene und heutige Erfahrungen von Exil und Migration in einen direkten Dialog.
Alexey Yevets | Aydin Alinejad | Anick Messerschmitt | Dominik von Gunten | Dmitrii Ostrtsov | Eliza Kokeyan | Elvin Turgut | Emver Retzep Oglou | Franziska Windolf mit Zitaten nach Adnan Al-Dhahir, Haydar Işık, Ivan Binar, Milorad Vujovic, Wladimir Nikolajewitsch Woinowitsch | Halina Prakapenka | Hammoud Radwan | Hanna Vasina | Iriet Yusuf | Iriet Yusuf gemeinsam mit mit Giesinger Grundschüler:innen | Kathrin Knöpfle | Katja Kushnir | Ksenia Bykovsky | Leonid Hrytsak | Liana Chernetska | Maisoun Alfarawati | Manuel Friedrich | Mariam Monga | Matyáš Slabý & Barbora Šubrotová & Jakub Klimeš | Mehmet “Schlosser” | Miriam Worek | Natalia Shynkarova | Nicolas Wannenmacher | Olena Mytko | Pepi | Ping-Pong Gruppe | Polina Nagurnaia | Seb | Selin Julia Sissiyo | Simona Pekařová | smadlmachts | Sudipa Roy | Su Turhan | Viktoriia Ivasyshyna | Einige, die wünschen anonym zu bleiben
Initiative: Franziska Windolf, in Kooperation mit Leonid Hrytsak
Kuration: Mareike Schwarz (2022/23)
Performer:innen: Lisavieta Bogushevskaya, Simone Kokou, Viviana Iacob, Franziska Windolf, Konouz Saeed, Kathrin Knöpfle, Jegor Kondratyuk, Polina Khatsenka
Alexey Yevets | Aydin Alinejad | Anick Messerschmitt | Dominik von Gunten | Dmitrii Ostrtsov | Eliza Kokeyan | Elvin Turgut | Emver Retzep Oglou | Franziska Windolf mit Zitaten nach Adnan Al-Dhahir, Haydar Işık, Ivan Binar, Milorad Vujovic, Wladimir Nikolajewitsch Woinowitsch | Halina Prakapenka | Hammoud Radwan | Hanna Vasina | Iriet Yusuf | Iriet Yusuf gemeinsam mit mit Giesinger Grundschüler:innen | Kathrin Knöpfle | Katja Kushnir | Ksenia Bykovsky | Leonid Hrytsak | Liana Chernetska | Maisoun Alfarawati | Manuel Friedrich | Mariam Monga | Matyáš Slabý & Barbora Šubrotová & Jakub Klimeš | Mehmet “Schlosser” | Miriam Worek | Natalia Shynkarova | Nicolas Wannenmacher | Olena Mytko | Pepi | Ping-Pong Gruppe | Polina Nagurnaia | Seb | Selin Julia Sissiyo | Simona Pekařová | smadlmachts | Sudipa Roy | Su Turhan | Viktoriia Ivasyshyna | Einige, die wünschen anonym zu bleiben
Initiative: Franziska Windolf, in Kooperation mit Leonid Hrytsak
Kuration: Mareike Schwarz (2022/23)
Performer:innen: Lisavieta Bogushevskaya, Simone Kokou, Viviana Iacob, Franziska Windolf, Konouz Saeed, Kathrin Knöpfle, Jegor Kondratyuk, Polina Khatsenka
03:22 min.